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Informationsblatt:
Artgerechte Pferdehaltung im neuen Aktivstall im Münchner Westen

Die Häufigkeit von Erkrankungen und Dauerschäden bei Pferden, liegen daran, dass auf ihre Ansprüche an die Lebensbedingungen nicht ausreichend eingegangen wird und eine tiergerechte Haltung und Nutzung oft nicht gegeben ist. Als Folge treten Lahmheiten und Erkrankungen der Atemwege auf.

Damit eine tiergerechte Haltung gegeben ist, sind folgende Bedingungen sicherzustellen:

1. Bewegung:
In der freien Natur bewegen sich Pferde im Herdenverband bis zu 16 Stunden am Tag und legen dabei 4-6 Kilometer zurück. Mangelnde Bewegung führt zu Steifheit, Sehnen, Bänder und Gelenke verlieren ihre Elastizität und sind stärker anfällig. Bewegungsmangel behindert stark den Selbstreinigungsmechanismus in den Atemwegen und beeinflusse den gesamten Stoffwechsel. Insbesondere Privatpferde werden oft nur eine Stundeam Tag bewegt, dies ist eindeutig zu wenig.In unserem Aktivstall stehen den Pferden an die 1500qm befestigter, ganz jährig benutzbarer Auslauf zur Verfügung. Doch nicht nur dies, die Pferde haben auch eine Anregung zur Bewegung, müssen sie doch die ganzen 1500qm ablaufen und zu Kraftfutterraufe, Rauhfutterraufe und Tränke zu gelangen, hierzu später jedoch mehr.

2. Sozialkontakte:
Pferde sind ihrem Wesen nach gesellige Tiere, werden die Anforderungen, die sie als soziale Lebewesen stellen, nicht berücksichtigt, so können Probleme im Umgang mit ihnen und sogar Verhaltensstörungen entstehen. Die Haltung eines einzelnen Pferdes ohne soziale Kontakte ist nicht pferdgemäß.
Sie denken jetzt sicher, "aber was ist, wenn sich mein Pferd nicht mit einem anderen Pferd versteht, es womöglich ein sehr rangniedriges Pferd ist und somit nie zum Fressen oder zur Ruhe kommt". Aber diese Bedenken können wir schnell widerlegen.
Gehen wir doch einmal von uns Menschen aus, sind wir z.B. nur mit 3 Personen, auf kleinem Raum zusammen ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass ich mich mit keinem verstehe und besteht auch keine Möglichkeit sich aus dem Weg zugehen. Bin ich jedoch mit vielen Menschen zusammen, finden sich immer welche die sich verstehen und den anderen gehe ich schlichtweg aus dem Weg. Bei uns im Stall werden an die 20 Pferde zusammen gehalten, jedoch keine Angst es gibt zwei Stallgruppen, jedes Pferd hat feste Fresszeiten, es wird also auch das rangniedrigste Pferd ohne Stress und in Ruhe sein benötigtes Futter bekommen und auf 1500qm und zwei unterteilten Stallungen können sich "Feinde", nein nennen wir es besser "nicht Freunde" sehr gut aus dem Weg gehen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass sich ca. 4,6 ha Koppel direkt anschließen.
"Aber was ist, wenn mein Liebling verletzt oder krank ist und seine Ruhe braucht?" Keine Angst für diesen Fall haben wir so genannte Notfallboxen, in denen sich ein kranken Pferd in Ruhe erholen und gesund werden kann. Auch wenn ein Pferd neu in die Herde kommt wird es erst einmal langsam in dieser Box an die Herde herangeführt.

3. Futter und Futteraufnahme:
Futterzusammensetzung und -menge müssen dem Erhaltungs- und Leistungsbedarf des Einzeltieres entsprechen. Der Verdauungsapparat , der kleine Pferdemagen ist so beschaffen, dass er auf kontinuierliche, mindestens aber täglich mehrmalige Futterzufuhr angewiesen ist.Die Futteraufnahme dient nicht nur der Ernährung, sondern auch der Beschäftigung. Außerdem muss das Futter in Ruhe in entspannter Haltung aufgenommen werden können. Hier spaltet sich nun unser Stallsystem von der bekannten Offen- oder Bewegungslaufstallhaltung ab. Jedes Pferd hat eine Transpondermarke (entweder unter der Haut implantiert oder an einem Halsband) die individuell auf das Pferd programmiert ist. Jeder bekommt die perfekte Zusammenstellung und Menge an Futter, passend zu den einzelnen Bedürfnissen einen jeden Pferdes. Außerdem hat jedes Pferd viele einzelne Fresszeiten, welches es ohne Stress abhalten kann, da es alleine in der Futterraufe steht und das Eindringen eines nächsten Pferdes durch eine Nachlaufsperre verhindert wird. Jedes Pferd verbringt so also viele Stunden damit, die einzelnen Futterstationen aufzusuchen und ist somit wieder in Bewegung, Langeweile wird nicht auftreten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der mehrmaligen Futteraufnahme ist, dass Koliken so gut wie gar nicht mehr auftreten. Vielevon Ihnen werden jetzt denken, aber durch die Futterautomaten habe ich doch gar keinen Bezug mehr zu meinen Tieren und verliere die totale Kontrolle über eventuelle Krankheiten meines Pferdes. Auch dieses Vorurteil kann ich schnell widerlegen: Als erstes möchte ich sagen, dass Ihr Pferd in einem Aktivstall viel ausgeglichener sein wird, es hat wie gesagt kein Langeweile und es wird kein Futterneid entstehen (die schlimmste Unruhequelle in einem Offenstall), somit wird es sich auch mehr auf Sie einlassen und Sie können besser mit ihm arbeiten. Hinzu kommt, dass man über den Futtercomputer genau unter Kontrolle hat, wie viel Rationen ein Pferd zu sich genommen hat und kann so schnell eventuelle Krankheiten entgegenwirken.

4. Klimaansprüche:
Der ursprüngliche Lebensraum der Pferde war die Steppe. An Lebensraum sind Pferde besonders angepasst und vertragen daher sowohl hohe, als auch tiefe Temperaturen gut. Das Pferd verfügt über die besonders ausgeprägte Fähigkeit zur Thermoregulation. Diese Thermoregulation ist trainierbar, in kalten oder offenen Ställen gehaltene Tiere sind daher weniger anfällig für Krankheiten, als Tiere in warmen Ställen.
Der hochspezifische Atmungsapparat der Pferde ist besonders empfindlich gegen Schadgase, wie Ammoniak und Schwefelwasserstoff, welche durch Ausscheidung oder Zersetzungsvorgänge entstehen.

5. Vorurteile:
Wir wissen, viele von ihnen denken, "Ist ja alles schön und gut, aber wir lassen unserem Pferd nichts implantieren." Wir möchten an dieser Stelle noch einmal wiederholen, dass auch die Möglichkeit besteht, die Marke an ein kleines Halsband anzubringen.

 

So, wir haben jetzt genügend über das Stallsystem erzählt. Nun möchten wir Ihnen noch kurz etwas zur Lage und Ausstattung unseres Aktivstalls sagen.

Im Herbst 2007 haben wir unseren HIT Aktivstall eröffnet. Sie können sich also auf eine nagelneue 300qm Halle, aufgeteilt in Stall, Heu- und Strohlager und Sattelkammer freuen. Angrenzend an den Stall, steht den Pferden an die 1500qm befestigter, ganzjährig benutzbarer Auslauf und an die 4,6 ha Koppel zur Verfügung. Für den gemütlichen Ratsch nach dem Sport haben wir ein kleines Reiterstüberl eingerichtet.Außerdem stehen Ihnen 40 x 20qm Reitplatz zur Verfügung und ein eigener Reitweg um die komplette Anlage. Auch im restlichen Gebiet um den Stall haben Sie perfekte Ausreitmöglichkeiten. Felder, Wald, Seen und ein neuer Reitweg auf dem Autobahn-Wall warten auf Sie. Die hohe Qualität unserer Stallanlage wurde inzwischen auch von den Inspekteuren der LAG bestätigt, die den Aktivstall Eiblhof im Januar 2008 mit der Plakette "Anerkannter LAG-Stall" mit 4 Sternen auszeichneten.



Im München-Westen gelegen haben Sie optimale MVV-Anbindung (S-Bahn Haltestelle Lochhausen bzw. direkter Anschluss zur Bushaltestelle 830 Krähenweg), außerdem erreichen Sie uns über die A99 und die A 96 Anschlussstelle Lochhausen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir alle Futtermittel, Heu, Stroh usw. selbst herstellen und die einwandfreie Qualität somit garantiert ist.

Wir hoffen, wir konnte Ihnen unser Stallsystem ein bisschen näher bringen, wenn Sie mehr Fragen haben rufen Sie uns doch einfach an.

Sie erreichen uns telefonisch unter 0172/8666550 (Stephan) oder 0174/3323455 (Alex) oder unter unserer Emailadresse: aktivstall-eiblhof@web.de

Wir freuen uns über reges Interesse und eine Nachricht von Ihnen.